Wüstenreisen in die Sahara

Die aktuelle Situation in Tunesien, im Sommer 2014

Seit dem arabischen Frühling im Jahre 2011 befindet sich das Land in einem Demokratisierungsprozess. Im Februar 2014 wurde im Konsensverfahren die neue Verfassung verabschiedet. Sie garantiert die Glaubens- und Gewissensfreiheit sowie die Gleichstellung von Mann und Frau und ist zum Zeitpunkt ihrer Verabschiedung „einzigartig in der arabischen Welt“. Die Redefreiheit und Möglichkeit zu reisen bringt eine große innere Freiheit für die Tunesier. Diese Entspannung ist während unserer Aufenthalte dort sehr spürbar. Bei unseren Reisen, die uns in den Süden des Landes und dann direkt in die Wüste führen, sind wir im Schutzraum der Familie Karouz unterwegs. Diese Sippe besteht aus ca. 800 Menschen. Die Älteren der Beduinen sind in der Wüste groß geworden und haben die französische Sprache erst im Erwachsenenalter gelernt. Ihre Schule war die Sahara. Die jüngeren Beduinen befinden sich in einem Spagat zwischen einer uralten Kultur, in der ihre Eltern noch Zuhause sind und dem Möglichkeiten und Verlockungen der westlichen Welt.

Seit 15 Jahren führe ich Reisen in den tunesischen Süden durch. Zu keinem Zeitpunkt gab es dort eine wirkliche Gefahr durch irgendwelche Übergriffe. Durch unsere ursprüngliche Art zu reisen, erfahren wir die Schönheit eines einfachen Lebens. Die Stille und Naturverbundenheit führt uns nach Hause zu uns selber. Ohne Ablenkungen von den vielen Informationen und Pflichten unseres Alltags geschieht in der Wüste ein Innehalten, das uns das Wesentliche spüren lässt. Die Beduinen können mit ihren Kamelen als Karawane unterwegs sein und uns ihre Heimat zeigen. Sie verdienen ihren Lebensunterhalt, mit dem was ihnen am Herzen liegt. Das Geschenk der Gastfreundschaft, was wir dort erleben ist eine seltene Gabe, die unsere Reisen zu einer einzigartigen Erfahrung machen.

Erfahrungen von Teilnehmern:

Diese Stille hat mich an einen Ort in mir geführt, an dem ich noch nie zuvor war. Jetzt habe ich die Kraft mein Leben in die Hand zu nehmen.

Willkommen Sein, so wie ich bin. Danach habe ich mich lange gesehnt.

Die Begleitung von Claudia ist einzigartig. Sie führt und unterstützt mit Leichtigkeit und Liebe. Ihre Kompetenz und Erfahrung auch schwierige Situationen zu meistern, hat mich gut durch eine Krise geführt.

Seit der Wüstenreise hat sich mein Leben nachhaltig verändert. Meine Verbindung zu mir und zur Natur ist stärker geworden. Ich traue mir mehr zu und nehme mir die Pausen, die ich brauche.

Die Zeit in der Sahara hat mich verlangsamt. Ich bin jetzt mehr in meiner Mitte. Wenn ich die Augen schließe, kann ich die Stille spüren, die sich in meinem Körper verankert hat. Das gibt mir die innere Orientierung Entscheidungen zu treffen.

Persönliches

Seit 15 Jahren führe und begleite ich Menschen in und durch die Sahara. Ausgelöst durch die Begegnung mit der kalifornischen Wüste und die Ausbildung zur Visionquestleiterin bei Steven Foster und Meredith Little war die Neugierde auf diese nahe Wüste sehr groß. Eine Schweizer Freundin ermöglichte den Kontakt zu den Beduinen. Der erste Abend am Lagerfeuer war ein tiefes Nachhausekommen meiner Seele. Seitdem gehe ich drei- viermal im Jahr dorthin, um Menschen in ihrem Wandlungsprozess zu unterstützen.

Nach den ersten 24 Stunden in der Stille und Weite hat die Zeitlosigkeit dich umfangen. Die Wüste wirkt vom ersten Schritt an, den du in Sie hinein tust. Sie führt dich direkt zur Begegnung mit deiner eigenen Essenz. Ängste, die zuhause noch aktuell waren wie: „Werde ich da draußen schlafen können?“, „ Wie geht das mit dem aufs Clo gehen?“, „Ob ich mich in dieser fremden Landschaft wohl fühle?“ sind verschwunden. Deine Seele atmet auf. Das Staunen des Kindes in dir führt dich auf Entdeckungsreise, so viele Spuren im Sand. Das Herz öffnet sich mit jedem neuen Schritt und führt dich direkt in das Abenteuer hinein.

Ich lade dich herzlich ein, dich diesem kostbaren Transformationsraum Wüste zu öffnen. Wer einmal dorthin geht, kommt für immer verwandelt zurück.